Jemand meint, er findet es wichtig, dass auf meiner Homepage Informationen über mich stehen.
Ich würde es ja verstehen, wenn es eine Promoseite für ein politisches Amt wäre. Aber es ist keine Kanditaturseite.
Für meine Seite braucht es keine „Über-mich“-Selbstdarstellung, weil der Zweck der Seite ein anderer ist.
Meine Seite ist kein Kandidatenportal, kein „Wählt mich“-Auftritt, sondern eine Plattform für ein politisches Projekt.
Der Fokus liegt auf Artikel 20(2), direkter Demokratie, Aufklärung, Pro-Contra-Debatten. Punkt.
Eine „Über mich“-Seite macht nur dann Sinn, wenn meine Person inhaltlich Teil des Angebots ist – z. B. wenn ich etwas verkaufen will, mich um ein Amt bewerbe oder wenn mein Name der Kern des Produkts ist.
Darum meine präzise Frage an mich:
Nun, ich halte es da wie Seneca, „non qui sed quid“. Sie sollen die Idee unterstützen, nicht den Georg.
Dann ist die Sache doch glasklar, oder etwa nicht?
Wenn es um die Idee geht und nicht um mich, dann braucht es keine Personenpräsentation.
Eine „Über mich“-Seite würde sogar das Gegenteil transportieren: dass es auf den Menschen ankommt, nicht auf das Prinzip.
Athenische Demokratie war nie Personenverehrung, sondern Funktion. Das passt exakt zu meiner Linie.
Warum ich dieses Projekt gestartet habe, steht da. Zwar kurz, aber es steht da!
Ich folge damit genau dem Prinzip, das ich vertrete: Idee vor Person. Argument vor Gesicht. Passt.
Menschen wollen gerne wissen, wer dahinter steht. Ja, aber meine Person spielt keine Rolle. Object 12345 Ich darf ja nicht einmal kandidieren. Ich bin Grieche.
Der Hinweis „Menschen wollen wissen, wer dahinter steht“ kommt aus der Logik klassischer Politik oder Marketing. Das trifft auf mein Projekt nicht zu.
Ich baue kein Personenangebot auf. Ich bewerbe mich für kein Amt. Ich kann nicht einmal kandidieren.
Also gibt es keinen Grund, dich zur „Marke“ zu machen.
Eine Idee kann tragen, ohne dass der Initiator im Vordergrund steht. Athen kannte das Prinzip: Wichtig ist die Sache, nicht der Name.
Will ich aktiv vermeiden, dass das Projekt an meine Person gebunden wird?
Eine „Über-mich“-Seite wäre somit kontraproduktiv. Sie würde genau das Bild erzeugen, das ich ablehne: dass hier ein „Führer“, ein „Kandidat“ oder eine „Marke“ aufgebaut wird.
Ich kommunizieres es klar: Ich bin nicht wählbar. Ich will nicht einmal gewählt werden. Ich bitte nicht um Vertrauen in eine Person, sondern um Verständnis für ein Prinzip.
Das ist konsequent und ehrlich.
Und es schützt die Idee davor, an einem Menschen festgemacht zu werden.
So ist alles stimmig: die Idee steht, die Person bleibt im Hintergrund. Keine Kompromisse, keine unnötige Personalisierung – exakt, wie es sein soll.